Kreta

Kreta - Insel der Götter

Vier Gebirgsmassive prägen Kreta

Im Westen die Weißen Berge mit dem 2453 m hohen Páchnes, östlich davon das Ída-Gebirge mit dem 2456 m hohen Timíos Stávros, im mittleren Osten dann das 2148 m hohe Díkti-Gebirge und im äußersten Osten schließlich das 1476 m hohe Sitía-Gebirge. In und zwischen diesen Bergmassiven liegt eine Reihe von Hochebenen versteckt, die völlig vom Meer abgeriegelt sind. In einigen wie der Lassíthi- und der Chandrás-Hochebene wird das ganze Jahr über intensiv Landwirtschaft betrieben; zu anderen wie der Nída- oder der Thriptí-Hochebene ziehen die Bauern nur im Sommer hinauf. Die Küsten der Insel sind so vielfältig wie das Binnenland. Man erlebt grandiose Steilküsten ebenso wie weite Küstenebenen, findet lange Kies- und Sandstrände, aber auch winzige kleine Buchten. Zu Kreta gehören einige vorgelagerte Inselchen, von denen nur Gávdos ständig bewohnt ist. Andere stehen unter striktem Naturschutz oder dienen im Sommer als Ausflugsziele mit oft einsamen Badestränden und höchstens einer improvisierten Taverne.

Beweise für seine historischen Bewohner, die Minoer, wurden Beginn des 20. Jhd. ausgegraben und lieferten somit aufschlussreiche Hinweise über deren ausserordentlich hochentwickelte Kultur. Viel später wurde die Insel von den Römern und den Venizianern besetzt, deren architektonisches Erbe ist besonders offensichtlich in den Städten Rethymnon und Chania zu bewundern. Durch die Osmanischen Türken begann 1669-1898 eine Zeit der Unterdrückung. Diese ermutigte die Kreter zu einem starken Unabhängigkeitskampf, der schliesslich 1913 zum Zusammenschluss mit Griechenland führte. Ein weiteres Mal war die Insel 1941-1945, durch dt. Streitkräfte während des 2.Weltkrieges, besetzt.

Kreta ist eine Insel, reich an landwirtschaftlichen Schönheiten, mit hoch aufragenden Bergen, malerischen Schluchten, atemberaubenden Küsten, leuchtenden Frühlingsblumen und duftenden Kräutern, welche Botaniker aus der ganzen Welt anlocken, und fruchtbare Täler mit Oliven-, Orangen- und Zitronenhainen.
Durch die zentrale Lage zwischen Nordafrika und dem griechischen Festland wird Kreta im Frühling und im Herbst als eine Zwischenstation für eine grosse Vielfalt an Zugvögeln genutzt.

Für die, die nur wenig tun möchten, ist Kretas herrliches Klima, wundervolle Strände, gastfreundliche Menschen und eine exzellente Auswahl an Tavernen und einheimischen Kafenions. Für die, die sich einen aktiven Urlaub wünschen, stehen zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmungen für Sie bereit. Wanderer haben die Qual der Wahl an etlichen Langstrecken-Pfaden, einschliesslich der spektakulären 18 km langen Samaria Schlucht und eine grosse Auswahl an kürzeren Wanderwegen, am schönsten im Frühling zu erkunden, wenn die Blumen in allen Farben blühen und die Kräuter duften. Das prächtige Licht macht aus Kreta auch für Künstler ein erstklassiges Reiseziel, die Flora und Fauna ist eine grosse Quelle der Inspiration. Die die nach Geschichte und Kultur suchen, werden nicht enttäuscht werden, die Insel ist voll von historischen Gebäuden, archäologischen Ausgrabungen und hervorragenden Museen.

Die Grösse und geografische Lage der Insel sorgt für sehr verschiedene und gegensätzliche Landschaften, die von Ost nach West und von Nord nach Süd,auf interessante Weise wechseln. Um Ihnen mehr Einblick zu geben, was Kreta in seinen verschiedenen Regionen zu bieten hat und um Ihnen zu helfen, den richtigen Urlaubsort für Ihre Bedürfnisse zu finden, beschreiben wir hier in Einzelheiten, was jede einzelne Gegend zu bieten hat.

Der Westen Kretas:

Der Westen Kretas bietet den Besuchern eine Fülle an Gegensätzen. Eine wilde Küstenlinie entlang der westlichen Küste bieten die atemberaubenden Strände von Falasarna und Elafonisi, wo herrliches türkis farbenes Wasser stark an die Karibik erinnert. Die prachtvollen Weissen Berge bieten fantastische Wander-Möglichkeiten, insbesondere die Samaria Schlucht, die sich 18 km, bis zum malerischen Örtchen Agia Roumeli, durchschlängelt. Der natürliche Süßwassersee von Kournas, ein wunderschönes Ausflugsziel, um im herrlich klaren Wasser zu schwimmen oder in einer der Tavernen zu Mittag zu essen. In den venizianisch beeinflussten Städten Rethymnon und Chania ziehen sich hübsche, urige Gassen durch die Altstadt und die Häfen sind gesäumt von Cafes und Tavernen, in denen exzellente, einheimische Köstlichkeiten serviert werden.

Zentral Kreta:

Die zentrale Region Kretas ist bemerkenswert für die Ausgrabungen aus der minoischen Kultur, insbesondere der eindrucksvolle Palast von Knossos, der aus der Zeit 1900 v.Chr. stammt, wie auch die Ruinen von Phaistos und Gortys.
Ebenfalls lohnt es sich Heraklion zu besuchen, um die venezianische Festung und Museen anzuschauen. Besonders das Archäologische Museum bietet einen faszinierenden Einblick in die minoische Kultur. Das einzige Gemälde, des berühmten kretischen Malers El Greco, das noch auf der Insel beherbergt ist, ist im Historischen Museum zu bestaunen. Weitere archäologische Funde aus der Minoischen Zeit sind im wiederhergestellten Dorf Archanes zu besichtigen. Archanes hat sich auch durch seine Weinproduktion einen Namen gemacht - Weinberge, so weit das Auge reicht.
Die wundervolle Lassithi Hochebene befindet sich in einer idyllischen Landschaft, inmitten der Gipfel des Dikti-Gebirges, berühmt durch seine Stein-Windmühlen und die Dikti Höhle, in der der Göttervater Zeus das Licht der Welt erblickt haben soll! Die frische Bergluft auf der Hochebene ist eine ideale Abwechslung, um sich nach einigen Strandtagen in der Ferienvilla wenig zu erfrischen.

Süd Kreta:

Der Süden der Insel, hier geht man zurück zur Natur. Eine Gegend voller grossartiger Schluchten, die sich durch die Berge oft bis zum Meer winden, zeitlose Bergdörfer, unberührte Küsten, hübsche Urlaubsorte, eingebettete ruhige Buchten, mit dem kristallklaren blauen Wasser des Lybischen Meeres. Der Süden ist eine wundervolle Basis für einen entspannten "Alles-hinter-sich-lassen"-Urlaub und auch ein idealer Ausgangspunkt für alle, die die herrlichen Küstenwanderwege, die reizvollen Bergpfade und die kretische Landschaft erkunden wollen.